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30.05.2015

Die Digitalisierung der Praxis im Fokus

Leitmesse IDS bricht alle Rekorde - Dürr Dental präsentiert fünf Produktneuheiten. Die Internationale Dental-Schau (IDS) in Köln ist die weltweit bedeutendste Fachmesse für Zahnmedizin und Zahntechnik. Damit ist sie das zentrale Forum für Unternehmens- und Kundenkontakte und eine perfekte Plattform, um neue Produkte, Technologien und Serviceleistungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unternehmen, die auf der IDS ausstellen, müssen vor allem eines sein: innovativ. Denn nur wer die Aufmerksamkeit der Besucher in der Masse der Aussteller auf sich ziehen kann, bleibt im Gespräch.

Fachlich gesehen stand die digitale Zahnheilkunde im Mittelpunkt der Veranstaltung. Diese reichte von herausragenden Produkten wie dem ersten 3D-Drucker zur Herstellung von Zahnersatz über Weiterentwicklungen im CAD/CAM-Bereich. Einen Haupttrend markierte die Vernetzung unterschiedlicher Technologien. Themen wie „Industrie 4.0“ oder „Internet der Dinge“ waren bei Ausstellern wie Besuchern gleichermaßen in aller Munde. Dass die fortschreitende Vernetzung der Praxistechnik weit über das übliche Computernetzwerk hinausgeht und für Zahnärzte von großem Nutzen sein kann, verdeutlichten viele Messeinnovationen. So bringt beispielsweise die automatisierte Kontrolle und Steuerung grundlegender Systeme wie Kompressoren und Sauganlagen handfeste Vorteile mit sich. „Prinzipiell lässt sich der gesamte prothetische Workflow ‚durchdigitalisieren’ und damit hochgradig optimieren - von der digitalen Abformung bis zur fertigen Krone“, sagt Martin Dürrstein, Vorstandsvorsitzender von Dürr Dental. „Ins Netz integriert sich selbstverständlich auch die zugehörige Diagnostik. Ich bin überzeugt, dass die Praxis 4.0 noch viele Chancen birgt“, so Dürrstein. „Die zahlreichen neuen Optionen steigern im Endeffekt die Ausfallsicherheit und tragen zu effizienterem und sicherem Arbeiten bei. Damit kann nicht nur die Praxisarbeit entspannter und kostensparender gestaltet werden. Letztlich profitieren auch die Patienten davon, wenn dem Team Diagnose und Therapie leichter von der Hand gehen und sich damit der Zeitaufwand automatisch reduziert.“

Auch Dr. Martin Rickert, Vorsitzender des » Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e. V. (VDDI) zeigte sich beeindruckt von der IDS: „Die Auswirkungen von digitalen dentalen Technologien auf den Alltag der Teams sind evident“, sagt er. „Röntgenaufnahmen, intraorale Abformungen ohne Abformmasse, Scans zahntechnischer Modelle, CAD/CAM und neuerdings verstärkt der 3D-Druck spielen zusammen und geben dem Zahnarzt zusätzliche Möglichkeiten, seine Behandlung sicherer, schneller und auch wirtschaftlich attraktiver zu gestalten. Die Entwicklung schreitet mit so rasantem Tempo voran, dass wir mit dem 2-Jahres-Zyklus für die IDS goldrichtig liegen.“

Fünf auf einen Streich

Der Stellenwert einer Messe für die Fachwelt spiegelt sich aber nicht nur an den Innovationen, sondern auch an der Anzahl der Aussteller und Besucher wider. Auf der IDS waren in diesem Jahr 2.200 Unternehmen aus aller Welt vertreten, der Anteil internationaler Aussteller stieg auf 70 % an, außerdem strömten rund 138.500 Besucher nach Köln. Dürr Dental stellte den Fachbesuchern gleich fünf Produktneuheiten vor: die neue Imaging-Software VistaSoft, das Multikopf-Kamerasystem » VistaCam iX HD, das » VistaPano S Ceph mit Fernröntgenmodul sowie die » Tyscor VS 2 Absauganlage und eine neue Service-App für Techniker.

Messeplanung nach den Bedürfnissen der Besucher

Schon lange vor der Messe hatte sich Dürr Dental aber nicht nur über neue Produkte Gedanken gemacht, sondern auch über ein ansprechendes Standdesign, den Einsatz des internationalen Standteams, die Art der Produktpräsentation und vor allem über die Bedürfnisse der Besucher. Daher flossen in die langfristige Planung auch Ergebnisse einer Umfrage des Fraunhofer Instituts ein, die Auskunft darüber gibt, welche Motive für den Besuch einer Fachmesse ausschlaggebend sind, nach welchen Kriterien eine Messe von Kunden überhaupt ausgewählt wird und welche Erwartungen diese haben. Das Ergebnis: bei über der Hälfte aller Antworten standen die Zielgruppenzugehörigkeit, die Bedeutung für die Fachwelt sowie Standort und Attraktivität der Messe im Vordergrund.

Als Motivation für den Messebesuch nannten die meisten das Bedürfnis nach Information. 70 % der Befragten streben eine kontinuierliche Marktinformation an, jeder zweite erwartet qualifizierte Gespräche und für rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer bieten Messen einen ausgezeichneten Rahmen für einen Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus erhalten, laut Fraunhofer Institut, viele Besucher durch die Veranstaltung Anregungen für neue Märkte, Produkte und Dienstleistungsangebote. Entscheidungsträger nutzen dieses Wissen, um Vorentscheidungen z. B. für die Anschaffung eines neuen Gerätes zu treffen. Alles in allem bestätigten 80 % aller Teilnehmer den hohen praktischen Nutzen von Messen für Unternehmensvertreter sowie Besucher und schätzen die durch die Veranstaltungen geförderte Markttransparenz.

Gute Resonanz auf Messeneuheiten

Am 10. März war es dann endlich soweit: die 36. Internationale Dental-Schau öffnete für fünf Tage ihre Pforten und sogleich herrschte auch reger Andrang am Stand von Dürr Dental. Zu den diesjährigen Messeneuheiten, die das Unternehmen vorstellte, gehörte die neue » Imaging-Software VistaSoft, die eine effiziente Lösung für die Aufnahme, Darstellung und Bearbeitung digitaler Bilder ist. „Die Fachbesucher lobten vor allem den einfachen und schnellen Workflow. Auch die intuitive Bedienung, die leichte Verständlichkeit der Software und das durchdachte, ergonomische Design kamen sehr gut an“, berichtet Tim Bohmüller, der als Produktmanager für Diagnostische Systeme am Stand von Dürr Dental im Einsatz war. „Unser Ziel bei der Entwicklung war es, die Zahnärzte mit dieser Produktentwicklung in der Diagnose zu unterstützen und die Praxisabläufe spürbar zu optimieren“, erläutert er. „Dass uns dies gelungen ist, zeigt die positive Resonanz der Messebesucher, denen auch die zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten und Filterfunktionen gleich ins Auge fielen.“

Ein echter „Hingucker“

Über ein weiteres Highlight berichtet Frank Kiesele, Leiter Produktmanagement Diagnostische Systeme. Hierbei handelt es sich um das Multikopf-Kamerasystem VistaCam iX HD. „Die herausragende HD-Bildauflösung unserer neuen Intraoralkamera begeisterte die Standbesucher ebenso wie der Autofokus für Makro-, Intraoral- und Extraoralaufnahmen“, so Kiesele. „Gelobt wurde auch das neue schlanke und ergonomische Design.“ Die VistaCam iX HD ist in der Tat ein echter „Hingucker“: „Durch den Autofokus kann der Cam-Wechselkopf das ganze Spektrum abdecken“, erklärt er. „Der Proof-Wechselkopf macht Karies und Plaque auf Okklusal- und Glattflächen sichtbar, während der Proxi-Wechselkopf die Diagnose von Approximalkaries ohne Röntgenstrahlung unterstützt.“

Effizientere Diagnostik

Eine weitere Ergänzung der digitalen Produktpalette stellte das um ein leistungsfähiges Fernröntgenmodul erweiterte » VistaPano S dar. „Das Vista-Pano S Ceph überzeugt die Fachbesucher vor allem durch eine hohe Geschwindigkeit bei der Aufnahme und gleichzeitig hervorragende Bildqualität, durch die sich die Diagnostik der Praxis entscheidend verbessert“, so Kiesele. „Die S-Pan-Technologie kann sich ‚sehen lassen‘, denn sie liefert besonders detailgetreue Aufnahmen. Hierbei werden aus einer Vielzahl paralleler Schichten die Bildbereiche selektiert, die der tatsächlichen Anatomie am besten entsprechen. Wiederholungsaufnahmen entfallen, da die S-Pan-Technologie Fehlpositionierungen innerhalb vernünftiger Grenzen ausgleicht“, ergänzt Kiesele.

Energiesparende Absaugtechnik

Und auch in Sachen Absaugtechnik hatte Dürr Dental einiges zu bieten. Im Fokus stand die Tyscor Absauganlage. Sie arbeitet dank innovativer Technologie besonders sparsam. „Bei gleicher Leistung benötigen die neuen Systeme nachweislich nur rund halb so viel Strom wie ihre Vorgänger“, erläutert Volker Walz, Leiter Produktmanagement Praxisversorgung. „Sie spart aber nicht nur die Hälfte an Energie, gemessen durch das Fraunhofer Institut. Sie ist mit 58 dB(A) auch sehr leise, das ist vor allem bei einer Installation auf der Praxisetage ein großer Vorteil.“ Und Volker Walz weiter: „Durch zwei Tyscor VS 2 können bis zu vier Behandler im Tandem-Betrieb gleichzeitig arbeiten, und das mit hoher Ausfallsicherheit durch das redundante System. Die Möglichkeit der Vernetzung über die » Software Tyscor Pulse eröffnet außerdem ganz neue Möglichkeiten in puncto Wartung, Ferndiagnose und Parametrisierung.“

Mobile Produktinformationen

Last but not least stellte Dürr Dental auch noch seine neue Service-App vor. Sie ermöglicht vor allem den Servicetechnikern des Fachhandels, die wichtigsten Produktinformationen einfach über Smartphone oder Tablet abzurufen. Ganz gleich, ob es darum geht, Produktinformationen zu erhalten, Ersatzteillisten abzurufen, Installations-, Gebrauchs- und Wartungsanleitungen einzusehen, Reparaturvideos anzuschauen, technische Tipps einzuholen oder ein neues Gerät registrieren zu lassen. Die Suche nach bestimmten Produkten ist mit der App einfach und effizient. Nutzer scannen das Typenschild ab, das auf dem Produkt zu sehen ist, den Rest übernimmt eine intelligente Suchfunktion. Die App zeigt jeden Treffer mit Produktbild, Artikelnummer und Name an. Auch über die manuelle Eingabe der Artikel-/Seriennummer oder des Produktnamens erhält der User die gewünschten Informationen.

Nach fünf Tagen endete eine IDS der Superlative. „Es ist uns gelungen, die IDS sowohl national als auch international noch attraktiver zu machen“, zieht Dr. Martin Rickert Bilanz. „Dies manifestierte sich in der hohen Qualität der Geschäftskontakte zwischen Industrie, Handel, Zahnärzten und Zahntechnikern sowie in den Ordertätigkeiten auf der Messe. Auch diese sind erneut gestiegen und auch für das Nachmessegeschäft rechnen wir mit nachhaltigen Impulsen“ - eine Einschätzung, die Dürr Dental teilt.

Veröffentlicht von: rf/tk 04/16
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