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25.08.2017

Mehr sehen, besser diagnostizieren - Dr. Christoph Wehrheim über erste Erfahrungen mit dem 3D-Röntgengerät VistaVox

Von Praktikern für die Praxis – Die Experten aus der Dürr-Dental-Entwicklungsabteilung haben nicht nur im Hinblick auf die Qualität ihrer Innovationen hohe Ansprüche. Die Produkte sollen sich vor allem im stressigen Arbeitsalltag von Zahnärzten und ihren Teams bewähren. Dr. Christoph Wehrheim macht sich gerade ein Bild vom VistaVox S, mit dem Dürr Dental in die dritte Dimension des zahnärztlichen Röntgens startet.

D’life: Sie haben in den vergangenen Wochen das 3D-Röntgengerät Vista- Vox S getestet. Wie lauten Ihre ersten Eindrücke?
Ich nutze VistaVox nun seit 8 Wochen im laufenden Praxisbetrieb. Die Anschaffung eines Geräts mit 3D-Funktion hatte ich tatsächlich schon seit Längerem in Betracht gezogen. In meiner Praxis setze ich viele Implantate und weiß deshalb die genaue Darstellung anatomischer Strukturen im Zusammenhang mit der Planung von Bohrschablonen zu schätzen. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Fälle, die per Überweisung in die Praxis kommen, immer komplizierter werden. Die Röntgendiagnostik muss mit diesen Herausforderungen Schritt halten, denn wenn die Darstellung nicht die nötige Bildqualität aufweist, sind bei der Implantation schnell anatomische Nachbarstrukturen gefährdet. Vorher habe ich diese Patienten an radiologische Zentren überwiesen. Ein 3D-Gerät in der eigenen Praxis ist demgegenüber definitiv ein Vorteil, schon im Hinblick auf das Zeitmanagement. Die Patienten müssen für die Aufnahmen keine zusätzlichen Wege in Kauf nehmen. Darüber hinaus entfällt der Zeitbedarf für Wiederholungsaufnahmen. Die speziellen Regionen, die wir als Zahnärzte auf dem Bild sehen müssen, gehören oft nicht zum Kompetenzbereich eines Radiologen. Gleiches gilt für Aufnahmen, bei denen für die Aufnahme die Schablone im Patientenmund positioniert werden muss. Beeindruckt bin ich insgesamt von der Bildqualität, die das VistaVox liefert. Das gilt im Übrigen auch für die OPG-Aufnahmen. Als Gutachter gehen sehr viele Röntgenaufnahmen durch meine Hände, weshalb ich in der Lage bin, Vergleiche zu ziehen.

Können Sie uns einige typische Indikationslagen aus Ihrem Praxisalltag nennen, bei denen Ihrer Meinung nach eine 3D-Aufnahme die Diagnostik erleichtert?
Wenn ich als Behandler endodontische Komplikationen abklären muss, ist das Gerät Gold wert. Die Bilder stellen auch feinste Strukturen optimal dar. Selbstverständlich muss die Entscheidung für oder gegen die Notwendigkeit einer dreidimensionalen Aufnahme immer im Hinblick auf die Strahlenbelastung für den Patienten abgewogen werden. Auch Längsfrakturen eines Zahnes sind im Praxisalltag keine Seltenheit. Dieser Fall kann beispielsweise bei Stiftversorgungen oder sogar bei naturgesunden Zähnen – als Beispiel ist hier Bruxismus bei „Knirschern“ zu nennen-, eintreten. Längsfrakturen sind auf einer 3D-Aufnahme sehr gut zu lokalisieren. Eine weitere Indikation sehe ich, wenn der Zahnarzt eine Kieferhöhlenproblematik abklären muss, zum Beispiel wenn sich Patienten in der Praxis vorstellen, die der HNO-Arzt an den Zahnmediziner zurück überwiesen hat. In der Kieferorthopädie ergeben dreidimensionale Bilder im Falle verlagerter Zähne Sinn. Nichtanlagen oder quer im Kiefer liegende Zähne werden im DVT äußerst detailgetreu abgebildet. Der Zahnarzt kann deshalb vor einer Behandlung abschätzen, ob möglicherweise Wurzeln von Nachbarzähnen gefährdet sind. Bei verlagerten Weisheitszähnen ist es wichtig, die Nähe zum großen Gesichtsnerv auf dem 3D- Bild abzubilden.

Können Sie nach dieser ersten Testphase auch etwas zur Nutzerfreundlichkeit des Geräts sagen?
Meine Mitarbeiter kommen bestens mit dem VistaVox zurecht – insbesondere, weil der Patient einfach zu positionieren ist. Im Sinne des Workflows gefällt mir, dass alle wichtigen Voreinstellungen nicht nur am Gerät selbst, sondern auch am PC vorgenommen werden können. Das verkürzt die Wartezeit für die Patienten. Einen weiteren Vorteil sehe ich in der Umlaufgeschwindigkeit. Die kurze Dauer mindert das Risiko, dass der Patient sich bewegt und die Aufnahme misslingt. Außerdem ist es für einen Praxisbetreiber heute nicht unerheblich, ob die Geräte, die er anschafft, auch im Punkt „Hygienefähigkeit“ gut abschneiden. Das Design des VistaVox ist nicht nur platzsparend konzipiert, sondern vermeidet auch unzugängliche Winkel. Reinigung und Desinfektion der Apparatur sind also besonders einfach. Zu erwähnen ist auch, dass die Software VistaSoft überarbeitet wurde. Neue Filterfunktionen verbessern deutlich die Bilddarstellung oder ermöglichen eine bessere Orientierung. Ich kann beispielsweise ein Übersichtsbild mit der Animation des Kiefers einstellen und im unteren Fenster die Schichten sehen, die geröntgt wurden.

Vielen Dank für dieses Gespräch!

Dr. Christoph Wehrheim über erste Erfahrungen mit dem 3D-Röntgengerät VistaVox S

Dr. Christoph Wehrheim setzt nicht nur bei endodontischen Komplikationen auf dreidimensionales Röntgen.

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