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16.06.2015
Unternehmen

Ergonomisch gut

Körperliche Beschwerden plagen viele Praxis-Teams. Egal ob Kopf-, Rücken- oder Nackenschmerzen, oftmals hilft ergonomisches Arbeiten, diese Schmerzen zu vermeiden. Mit wenigen Änderungen oder kleinen Hilfsmitteln ist Besserung direkt in Sicht.

Das Problem ist in vielen Zahnarztpraxen das gleiche: Praxismitarbeiterinnen und Behandler klagen über Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden oder Nacken- und Schulterschmerz. Der Gang zum Orthopäden oder die Physiotherapie sind oft eine Folge. Die Zusammenhänge der Beschwerden mit ihrer Arbeit erkennen die Zahnarztpraxen oft allerdings nicht. Dabei könnten durch ergonomischeres Arbeiten einige Schmerzen vermieden werden.

Nur wenige Praxismitarbeiter haben sich überhaupt mit diesem Thema beschäftigt. Es ist kein Bestandteil der Ausbildung und auch die Zahnärzte erhalten zur Ergonomie keine Wissensvermittlung im Studium.

Im Gegenteil: Durch das alleinige Lernen am Phantomkopf eignen sich Zahnärzte die ersten Haltungsfehler bereits früh an. Zu den typischen Fehlern im Praxisalltag gehören das falsche Sitzen, die falsche Arbeitsposition durch falsche Patientenpositionierung, fehlende Arbeitsteilung zwischen Assistenz und Behandler und natürlich die falsche Absaug- und Haltetechnik.

Es beginnt bereits bei der Patientenlagerung. Die Patienten werden im Behandlungsstuhl so gelagert, dass es für sie so bequem wie möglich ist. Nicht immer lässt sich dann aber eine ergonomische Arbeitshaltung einnehmen, Zahnarzt und Assistenz müssen dann in gekrümmter Haltung behandeln. Dabei hilft es schon, die Einstiegsposition des Patienten in den Behandlungsstuhl waagerechter zu setzen, so dass er etwa bei einer Oberkiefer-Behandlung nicht zu sehr überrascht ist, dass er so tief gelagert wird, dass Kopf und Füße auf einer Höhe sind.

Für den Komfort des Patienten bietet sich auch ein Nackenkissen an, das ihm zusätzlich für die Lagerung auf der Kopfstütze angeboten werden kann.

Auch richtig sitzen will gelernt sein. Bei regelmäßig falscher Sitzposition werden vor allem die Bandscheiben belastet. Deshalb sollte nicht nur der Stuhl von jeder Helferin für ihre eigenen Bedürfnisse eingestellt werden.

Auch die Sitzposition ist entscheidend: Füße flach und fest am Boden, gerader Rumpf, Becken leicht nach vorne kippen, Schultern lockern und die Beine leicht öffnen. Unterstützt werden kann das aufrechte Sitzen beispielsweise durch Sitzkissen.

Nicht zu vernachlässigen ist auch eine systematische Absaug- und Haltetechnik. Gerade, um Handgelenkschmerzen oder Sehnenscheidenentzündungen zu vermeiden. Ergonomisch ist eine Dreipunkt-Grifftechnik. Mit kleinen Hilfsmitteln wie einem Kugelgelenk oder drehbaren Absaughülsen lassen sich beispielsweise die Saughandstücke von Dürr Dental in drei individuellen Kombinationen zusammenstellen – je nach Bedürfnis der Mitarbeiterin.

Sinnvoll sind Praxisschulungen zum ergonomischen Arbeiten in den Zahnarztpraxen vor Ort, wie sie Dürr Dental anbietet. Nur in der Praxis können Anpassungen an die Arbeitsweise erfolgreich umgesetzt werden. Ideal ist, wenn das ganze Team geschult wird. Denn ergonomisches Arbeiten hat auch Auswirkungen auf die Arbeitspositionen von Behandler und Assistenz, die Arbeitsteilung während der Behandlung und das richtige Anreichen von Instrumenten.

Es ist auf jeden Fall ein guter Anfang, körperliche Beschwerden innerhalb des Praxisteam auf ihre Zusammenhänge hin zu hinterfragen. Nicht immer sind nur Stress, Übergewicht oder fehlender Sport die Gründe. Auch vernachlässigte Ergonomie im Arbeitsalltag kann zu diesen Problemen führen.

Ergonomisch arbeiten schützt den Behandler und sein Team vor Arbeitsausfällen.

Veröffentlicht von: rf
Ergonomisch gut