Prophylaxe-Seminar
Paro am Meer
Paro am Meer
Termin:
Freitag, 21.08.2026
09:00 - 18:00 Uhr
anschließendes Abendessen
Ort:
Havenhostel Cuxhaven
Kapitän-Alexander-Straße 16
27472 Cuxhaven
Gebühr: 299,- € zzgl. MwSt. (Preis pro Person)
In Kooperation mit: Curaden Deutschland GmbH
BZÄK/DGZMK: 9 Fortbildungspunkte
Zielgruppe: Zahnärztinnen und Zahnärzte, Prophylaxe-Fachkräfte
Zimmerbuchung bei Bedarf direkt im Hotel möglich.
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Yvonne Ahlers
Mein Name ist Yvonne Ahlers, ich bin Medizinprodukteberaterin und Praxiscoach bei der Dürr Dental SE und ich freue mich sehr, Sie bei dieser besonderen Veranstaltung als Gastgeberin und Moderatorin begrüßen und begleiten zu dürfen!
Dürr Dental steht seit Jahrzehnten für Fortschritt und Innovation in der Zahnmedizin. Themen wie kontinuierliche Weiterbildung und Schulung sind für uns daher schon immer von zentraler Bedeutung.
Bei der ganztägigen Fortbildung PARO AM MEER präsentieren Ihnen erfahrene Referenten aus dem Dentalbereich eine Vielfalt an Themen. Es erwarten Sie Vorträge mit Top-Referenten – und das an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort.
Fachlich spannend, inhaltlich kurzweilig und mit einer humorvollen Portion Motivation. Bei einem leckeren Abendessen lassen wir den Tag dann gemeinsam ausklingen.
Anmelden können Sie sich ganz einfach über unser Formular auf dieser Seite.
Wir freuen uns darauf, Sie am 21.08.2026 in Cuxhaven begrüßen zu dürfen!
| Zeit | Kursinhalt |
|---|---|
| 09.00 – 09.15 Uhr | Begrüßung |
| 09.15 – 10.45 Uhr | Parodontitistherapie – neu denken Dr. Franziska Schnittger, Zahnärztin |
| 10.45 – 11.00 Uhr | Kaffeepause |
| 11.00 – 11.45 Uhr | Bedeutung von iTOP in der Zahnarztpraxis Sandra Woossmann, Curaden Deutschland GmbH |
| 11.45 – 12.30 Uhr | Wirkstoffe in der Parodontaltherapie ‒ zwischen Substantivität und Strategie Sabrina Surowec, Ivoclar Vivadent GmbH |
| 12.30 – 13.15 Uhr | Mittagessen |
| 13.15 – 14.00 Uhr | Maximale Sicherheit – Effektiver Schutz vor Aerosolen und Kontaminationen Evi-Maria Wörmer-Koschel, DÜRR DENTAL SE |
| 14.00 – 15.30 Uhr | Modernes Biofilmmanagement: Subgingivale Instrumentation auf dem Prüfstand Elke Schilling, Dentalhygienikerin |
| 15.30 – 16.00 Uhr | Kaffeepause |
| 16.00 – 18.00 Uhr | Workshop Vector System Elke Schilling und Evi-Maria Wörmer-Koschel, DÜRR DENTAL SE |
| Ab 18.30 Uhr | Abendessen |
Ihr Fortbildungstag: Alle Vorträge im Detail
Paro am Meer, 21.08.2026
Parodontitistherapie ‒ neu denken
Dr. Franziska Schnittger – Zahnärztin
Parodontitis zählt weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. In Deutschland sind rund zehn Millionen Menschen von einer schweren Verlaufsform betroffen. Die Erkrankung beschränkt sich jedoch längst nicht mehr auf die fortschreitende Zerstörung des Zahnhalteapparates. Zunehmend belegen wissenschaftliche Erkenntnisse enge kausale Zusammenhänge zwischen Parodontitis und systemischen Erkrankungen wie Herz‑Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Erkrankungen des Magen‑Darm‑Traktes, COPD, neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer sowie einem erhöhten Risiko für Frühgeburten.
Vor diesem Hintergrund ist eine effektive Parodontitistherapie weit mehr als eine rein lokale Behandlung im Mundraum. Sie kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Allgemeingesundheit leisten und sollte daher einen zentralen Stellenwert im ganzheitlichen Therapiekonzept moderner Zahnarztpraxen einnehmen.
Das Seminar stellt die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mundgesundheit, Immunsystem und Gesamtorganismus in den Fokus. Es vermittelt ein vertieftes Verständnis für die biologischen, systemischen und patientenbezogenen Faktoren, die den Therapieverlauf und -erfolg maßgeblich beeinflussen. Ergänzend werden interessante alternative Ansätze vorgestellt, darunter der Einsatz eines Aromatogramms sowie Möglichkeiten einer gezielten zusätzlichen Supplementierung.
Darüber hinaus profitieren die Teilnehmenden vom umfangreichen Erfahrungsschatz einer langjährig tätigen Praktikerin. Vorgestellt wird ein strukturiertes, kausal orientiertes Parodontitis‑Therapiekonzept, das evidenzbasiert ist, sich praxisnah umsetzen lässt und unmittelbar in den Behandlungsalltag integriert werden kann.
Mehr Informationen zur Referentin
- Überblick Parodontologie
- Parodontitis als multifaktorielle Erkrankung
- „Silent Inflammation“ und ihr Einfluß auf den Gesamtorganismus
- Aktueller State of the Art zu Ernährung, Stress, Übergewicht, Entzündungsprozessen und Allgemeinerkrankungen im Zusammenhang mit der Mundgesundheit
- Moderne, ganzheitliche Konzepte der Parodontitistherapie
Bedeutung von iTOP in der Zahnarztpraxis
Sandra Wooßmann – ZMF und Trainerin
Die individuell trainierte orale Prophylaxe (iTOP) verändert die Prävention in der Zahnarztpraxis, indem sie die häusliche Mundhygiene systematisch in den Mittelpunkt stellt.
Statt allgemeiner Empfehlungen entsteht ein klares, strukturiertes Konzept, das Patienten individuell anleitet und langfristig begleitet. Der Vortrag zeigt, warum iTOP für Praxen mehr ist als eine Schulungsmethode.
Im Fokus steht der Mehrwert für den Praxisalltag und ein Prophylaxekonzept, das vom gesamten Team getragen wird.
Der Vortrag richtet sich an Zahnärzte und Praxisteams, die die Patientenzufriedenheit und Adhärenz sowie eine wirtschaftliche Stabilität der Praxis fördern möchten.
Wirkstoffe in der Parodontaltherapie – zwischen Substantivität und Strategie
Sabrina Surowec – ZMP
Mechanische Biofilmkontrolle bleibt die Basis jeder Parodontaltherapie – doch häufig wird sie durch antimikrobielle Wirkstoffe ergänzt. Wann ist das sinnvoll? Und welcher Wirkstoff passt zu welcher Situation?
Der Vortrag beleuchtet Wirkmechanismen, Substantivität und klinische Evidenz von CHX, CPC, ätherischen Ölen und weiteren Ansätzen. Im Fokus steht eine differenzierte, strategische Anwendung: chemische Unterstützung dort, wo sie sinnvoll ist – nicht als Dauerlösung, sondern als gezielte Ergänzung zur mechanischen Therapie.
Mehr Informationen zur Referentin
Maximale Sicherheit – Effektiver Schutz vor Aerosolen und Kontaminationen
Evi-Maria Wörmer-Koschel - Praxiscoaching/Training, Medizinprodukteberaterin, Hygienebeauftragte nach HygMedVO
Wir vermitteln in diesem Seminar praxisorientierte Hygienemaßnahmen mit besonderem Fokus auf prophylaxeorientierte Behandlungen. Bei einem Großteil dieser Maßnahmen ist die Entstehung von Aerosolen eine unvermeidbare Begleiterscheinung. Der sachgerechte Umgang mit Behandlungsaerosolen stellt insbesondere im Prophylaxebehandlungsraum eine besondere Herausforderung dar, da Prophylaxefachkräfte in der Regel ohne Assistenz arbeiten.
Vor diesem Hintergrund kommt einer optimal angepassten Absaugtechnik eine ebenso zentrale Bedeutung zu wie der Sicherstellung eines ausreichenden Saugvolumens und einer auf die Aerosolausbreitung abgestimmten Flächenhygiene. Nur durch das Zusammenspiel dieser Faktoren lassen sich hygienische Risiken wirksam reduzieren.
In diesem Seminar erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die Entstehung von Aerosolen während der Behandlung, deren Auswirkungen sowie das damit verbundene Gefährdungspotenzial. Unsere erfahrene Hygienereferentin stellt bewährte Schutzmaßnahmen vor und vermittelt praxisnahe Empfehlungen zur Umsetzung effektiver Hygienekonzepte, um Behandlerinnen und Behandler ebenso wie Patientinnen und Patienten bestmöglich zu schützen.
- Behandlungsaerosole und deren Entstehung
- Verbesserung des Aerosolmanagements durch den gezielten Einsatz moderner Absaugtechnik
- Optimierung der Reinigung und Pflege von Sauganlagen zur Steigerung der Aerosolaufnahme und zur nachhaltigen Reduktion von Infektionsrisiken
- Anpassung der Flächenhygiene an die Auswirkungen von Aerosolen zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen
Modernes Biofilmmanagement: Subgingivale Instrumentation auf dem Prüfstand
Elke Schilling – Dentalyhygienikerin, Referentin, Praxiscoach & Ernährungsberaterin
Die subgingivale Instrumentierung hat in den vergangenen Jahrzehnten einen bemerkenswerten Paradigmenwechsel durchlaufen. Während im Rahmen des klassischen Scaling und Root Planing (SRP) lange Zeit die vollständige Entfernung von Konkrementen, Endotoxinen und vermeintlich „infiziertem“ Wurzelzement im Fokus stand, zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse seit langem, dass Endotoxine lediglich oberflächlich am Wurzelzement anhaften und nicht in dieses eindringen. Eine umfangreiche Zementreduktion ist somit weder notwendig noch wünschenswert – insbesondere vor dem Hintergrund möglicher dadurch entstehenden Hypersensitivitäten.
Dieses Wissen hat zur Etablierung des Periodontal Debridements als moderne, minimalinvasive Therapieform geführt. Ziel ist heute die effiziente Entfernung des subgingivalen Biofilms – unter maximaler Schonung der Wurzeloberfläche. Dies gelingt durch eine präzise Auswahl und Anwendung zeitgemäßer Instrumente und Technologien.
Der sichere und verantwortungsvolle Einsatz dieser minimalinvasiven Methoden setzt jedoch voraus, dass wir die gesamte Bandbreite der subgingivalen Instrumentierung beherrschen. Dazu zählen die korrekte Handhabung von Handinstrumenten ebenso wie der fachgerechte Einsatz maschineller Verfahren, einschließlich Schall‑ und Ultraschalltechnologien sowie moderner Pulverstrahlgeräte.
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns aktuelle Erkenntnisse, klinische Empfehlungen und praktische Instrumentationstechniken zu vertiefen. Freuen Sie sich auf einen praxisnahen Austausch, der Sie in Ihrer täglichen Arbeit unterstützt und Ihre Behandlungsergebnisse weiter optimieren kann.
Mehr Informationen zur Referentin
- Basiswissen Schall- und Ultraschalltechnik – wo liegen die Unterscheide und inwieweit unterscheidet sich die Anwendung
- Effizient und schonend-wie wähle ich das richtige subgingivale Instrument und praktische Übungen mit verschiedene Ultraschalltechniken
- Basiswissen Handinstrumentierung, Instrumentenauswahl und praktische Übungen zur richtigen Technik-Adaption, Angulation, Aktivierung und Arbeitsüberprüfung
- Pulverwasserstrahltechnik im subgingivalen Bereich, Möglichkeiten, Chancen und Limitationen, sowie Anwendungsübungen
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